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 Tipps&Tricks - Tutorial 01: Materialien

 

Nun, theoretisch ist es für jeden, der beginnt Manga zu zeichnen, möglich mit nur einem Bleistift und einem Radiergummi zu arbeiten. Aber das Angebot an Zeichenmaterialien, die verwendet werden können ist so groß, dass ich es für sinnvoll halte die Meisten und Bekannten aufzuzählen.

Bleistifte
in Holzfassung, gibt es in verschiedenen Härtegraden. Welche euch zum Zeichnen, Schraffieren und Skizzieren am besten zusagen testet ihr am besten selbst aus.

 

Feinminen-Druckstifte
mit dünnen Minen: 0.3mm, 0.5 mm, 0.7 mm und 0.9mm. Das praktische bei Druckbleistiften ist, dass man sie nicht anspitzen muss. Auch die Minen gibt es in verschiedenen Härtegraden. Farbminen gibt es für die Stärken 0.5 mm und 0.7 mm.

 

Radiergummis
gibt es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen. Die ganz normalen Radierer von verschiedenen Firmen, die man in jedem Laden bekommt, dürfte jeder von euch kennen. ^^
Dann gibt es noch Knetradiergummis. Das sind meist graue Radiergummies, die weich sind wie Knetmasse und sich dementsprechend hervorragend formen lassen. Allerdings kann man mit ihnen durch ihre Konsistenz daher auch eher nur leicht radieren.
Dann gibt es noch Radiergummistifte. Einerseits in Holzfassung mit ein oder zwei Spitzen und andererseits Minenradiergummistifte, die wie eine Mischung aus Druckbleistiften und Cutter funktionieren.

 
Federhalter für Zeichenfedern
 

Zeichenfedern
für Zeichnungen in schwarzer oder farbiger Tusche.
Man kann sowohl die 'handelsüblichen' Federn von Brause und anderen bekannten Firmen verwenden, als sich auch die Mühe machen, japanische Federn zu suchen.
Japanische Federn gibt es oft an Zeichenmaterialständen auf Conventions und Messen zu kaufen oder z. B. in Düsseldorf im Nippon-Bookstore.
Oft verwendete, japanische Federarten sind: Maru-Feder, G-Pen und die Kabura-Feder, die wohl für Anfänger am leichtesten zu handhaben ist.

 

Tusche im Glas
gibt es ebenfalls von deutschen als auch japanischen Herstellern. Es gibt Wasserlösliche als auch Wasserfeste schwarze und farbige Tusche. Wasserfeste Tusche eignet sich auch gut für Copic Colorationen.

 

Tuschefüller
von Rotring. Gibt es als Isographen oder Rapidographen, wobei die beiden sich lediglich in der Art der Patronen unterscheiden.
Tuschefüller gibt es in den Stärken: 0.13, 0.18, 0.25, 0.35, 0.5, 0.7, 1.0, 1.4, 2.0
Vorwiegend für technische Zeichnungen geeignet. Für die meisten Arbeiten reichen die Strichstärken 0.18, 0.25, 0.35, 0.5 und 0.7 völlig aus.

 

Rotring-Zeichentusche
in Patronen und Flaschen (zum Nachfüllen) in Schwarz und in Farben für Isographen.

 

Fineliner
in verschiedenen Farben, meist schwarz, gibt es von verschiedenen Herstellern mit verschiedener Qualität. Die meist gefundenen Fineliner sind Stabilo, aber die gibt es leider nur ab 0,4 mm und das ist für feine Lineart Arbeiten schon viel zu dick.
Empfehlenswert sind Edding-Profipen oder Copic-Multiliner, die es in vielen verschiedenen Stärken gibt.

Edding und andere schwarze Marker
eignen sich wunderbar um schwarze Flächen in Mangazeichnungen auszufüllen.

Deckweiß & Poster Color
zum Abdecken von Tuschefehlern oder setzen von Glanzpunkten.
Deckweiß gibt es in Tuben oder Gläsern, Postercolor nur um Glas.

Tipp-Ex
kann man ebenfalls ganz wunderbar zum abdecken von Fehlern oder setzen von Glanzpunkten verwenden. Tipp-Ex gibt es in Fläschchen mit Pinsel oder Schaumgummi-Pinsel im Deckel, in Markerform oder trocken in einer Rollmaus.

Zirkel

Lineale & Geodreieck
sollten möglichst eine Tuschkante oder Tuschenoppen haben, damit euch beim Linienziehen nicht die Tusche unter das Lineal läuft und alles verschmiert. Zur Not kann man sich die Tuschkante auch mit Pfennigen/Cent oder zusammengefaltenen Papier machen, die man unter das Lineal klebt.

Schneidelineal
aus Metall. Benutzt zum Schneiden mit dem Cutter niemals ein Plastiklineal. Der Cutter kann zu leicht ins Plastik schneiden und das Lineal damit unbrauchbar machen.

 

Kurvenlineale
gibt es mit den verschiedensten Kurven wie Hyperbeln, Parabeln usw., die man als Zeichnungshilfen benutzen kann.
Außerdem gibt es welche aus biegsamen Kunststoff, mit denen man (fast) jede beliebige Kurve formen und nachziehen kann.

 

Kreis- & Ellipsenschablonen
dienen wie die Kurvenlineale als Zeichenhilfen. Besonders gut eigenen sie sich für Sprechblasen.

Zeichenbesen
damit kehrt man Radierkrümel und anderes von Bild und Tisch. Statt einem Zeichenbesen kann man auch einfach einen großen, unbenutzten Malerpinsel nehmen.

Buntstifte & Polychromos
Von ganz normalen Buntstiften bis zu hochwertigen Polychromos kann man sie für ganze Colorationen oder auch nur in Verbindung mit anderen Zeichenmaterialien verwenden.

Pastellkreide
intensive Farben, die meist auf farbigen Untergründen verwendet werden, sollten fixiert werden.
Sehr vielseitig verwendbares Zeichenmittel, auch für größere Flächen geeignet.

Aquarellfarbe
in Näpfchen und Tuben fest aber auch flüssig in Fläschchen erhältlich. Wasserlöslich.
Gouache
in Tuben. Farbbrilliat, deckend, wasserlöslich. Gut verdünnt kann man Gouache auch wie Aquarellfarbe verwenden, etwas dickflüssiger auch wie Acryl. 
Plakafarbe
in Gläsern, Dosen und Tuben erhältlich. Kennen die Meisten sicherlich aus dem Kunstunterricht. Kann und wird meistens mit Wasser vermalt, ist nach dem trocknen wasserfest.
Acrylfarbe
in Tuben. Die Farbe wird mit Wasser vermalt und ist nach dem Trocknen wasserfest. Im Aussehen wie Ölfarbe, in der Verarbeit ung einfacher, sehr schnell trocknend.
Ausziehtusche
in Patronen, Glästern und Flaschen. Kann mit destilliertem Wasser verdünnt werden und ist nach dem Trocknen wasserfest.
Fixativ
in Flaschen oder Sprühdosen. Zum Fixieren von Bleistift-, Buntstift- und Pastellarbeiten. Man kann aber auch handelsübliches Haarspray verwenden.
Airbrush
Vielseitig verwendbar, besonders für große Flächen geeignet. Als Farben können verdünnte Acrylfarbe, flüssige Aquarelfarbe und flüssige Tusche verwendet werden. Flüssige Seidenmalfarbe aus Fläschchen funktioniert bewiesenermaßen auch.
Papiere und Kartons:

Druckerpapier/Kopierpapier
in verschieden großen Packungen erhältlich, meistens aber zu 500 Blatt. Größe Din A 4; 80g/m²
Das gebräuchlichstes und billigste Papier. Gut für Skizzen, wer damit klar kommt aber auch für alles andere.


Layout. und Markerpapiere
in Blöcken von Din A 4, A 3, A 2 erhältlich; 60 - 75g/m²
Ein halbtransparentes Papier für Markerarbeiten (z. B. Copic), das nicht durchschlägt.

Transparentpapier
in Packungen, Blöcken und auf Rollen; 40 - 170g/m²
Durchscheinendes, transparentes Papier zum übernehmen von Reinzeichnungen aus einer Unterliegenden Skizze.

Zeichenpapiere
in Blöcken; 90 - 300g/m² mit Oberflächen glatt, rauh und extrarauh.

Zeichenkartons
in Platten von 0,4 - 3,2 mm stark.
Die Oberflächen werden als superglatt, glatt, rauh und extrarauh bezeichnet, wobei sich die rauhen und extrarauhen Papiere und Kartons aud sehr gut zum Aquarellieren eignen.

Aquarellpapier
in Blöcken mit den Oberflächen feinkorn, mittelkorn, grobkorn (Torchon), glatt, rauh, extrarauh und Bütten.

Rasterfolie
in Bögen. Selbstklebend, nichtklebend, teils auch zum Abreiben. Viele Struckturen wie Linien-, Punkt- und Verlaufsraster aber auch Muster und ganze Hintergründe. Teilweise auch in Weiß erhältlich.
Bekannte und meistbenutzte Fabrikate: Deleter, Letraset

 

So, das war's im Großen und Ganzen.
Man kann natürlich noch viel mehr Materialien verwenden, aber das sind so die gängigsten. Man muss natürlich nicht alle besitzen um ein guter Zeichner zu sein.
Wie bereits am Anfang gesagt, man kann ebenso mit nur einem Bleistift und einem Radiergummi anfangen...
 
Bildcopyright:
Die im Zusammenhang mit diesem Artikel verwendeten Bilder unterliegen dem Copyright von Martina Peters.
Autor:  Martina Peters
Datum: 24.08.2005

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