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Fachbücher |
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Das große Anime Lösungsbuch |
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Rezension |
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Endlich Japanisch verstehen!" so präsentiert sich Das große Anime Lösungsbuch" und gibt an, deutschsprachigen Otakus die wichtigsten Floskeln Vokabeln und Formen für Anime, Manga, Games, Filme und Songs" beizubringen mit dem Ziel japanisch zu verstehen. Aber halt, warum nur verstehen...was ist mit japanisch sprechen?
Martin Clauß, Autor des Lösungsbuches, erklärt sein Vorhaben sogleich in der Einleitung: wer viel Anime schaut, der lauscht auch regelmäßig dem Japanischen (vorausgesetzt man sieht sich den Film auch in der Originalfassung an, versteht sich). Ein waages Gefühl für die Sprache ist also bei vielen Fans bereits vorhanden und hier setzt das Buch an: die Vertiefung des reinen japanisch Verstehens. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Japanischlehrbüchern setzt das Lösungsbuch" auf passives Aufnehmen der Fremdsprache und nicht auf aktives Ausüben, also das Sprechen. Denn Sprechen lernen kann man so der Autor ohnehin nicht wirklich aus Büchern lernen; daher sind auch nur sehr wenige Übungsbeispiele vorhanden.
Das Lösungsbuch" erklärt zunächst einmal die Basics der japanischen Sprache: Silben, Aussprache von Konsonanten und Vokalen. Hierbei soll erwähnt werden, dass in dem Buch ausschließlich lateinische Buchstaben verwendet wurden; japanische Schriftzeichen werden nicht durchgenommen. Japanische Mangas wird man nach der Lektüre des Buches also nach wie vor nicht verstehen können.
Gleich danach stürzen wir uns in den Irrgarten der japanischen Sprache und werden mit feststehenden Wendungen konfrontiert. Dabei erfahren wir unter anderem, dass es sechs verschiedene Arten gibt, wie Japaner das Wörtchen ich" gebrauchen können, auf welche Weise man Bitte" sagen kann, wie Mütter im alten Japan gerufen wurden und natürlich sind auch die allseits beliebten Suffixe mit von der Partie. Alles in allem eine Fülle von Wörtern und Ausdrücken, wie sie uns sowohl im japanischen Alltag als auch in jedem beliebigen Anime begegnen können.
So einfach es bisher war, so kompliziert wird es nun: auch die Grammatik-Basics werden in einem Kapitel behandelt. Aus welchen Teilen setzt sich ein japanischer Satz zusammen? Was muss dabei beachtet werden? Welche Partikel gibt es und was bedeuten sie? Und wie sehen die Endungen für die verschiedenen Zeitformen aus? Der Satzbau ist schnell erklärt, den Partikeln widmet sich das Lösungsbuch" ausführlicher. Mithilfe von Beispielen wird erklärt, was z.B. die Endungen -o, -ni, -to oder wa bedeuten. Auch die Verben kommen an die Reihe nicht nur die Endungen für die Zeiten werden erklärt, auch für Verneinung, Bitten oder Wünschen gibt es eigene Wortendungen. Langsames Vorgehen ist angebracht, denn in dieser Lektion muss man sich ganz schön viel merken...
Das anschließende Kapitel beschreibt den mittlerweile häufigen Gebrauch von Fremdwörtern in der japanischen Sprache, bzw. das, was die Japaner damit anstellen. Denn dass Konpyûtâ Computer bedeuten soll, da wäre kaum einer so schnell draufgekommen. Das Lösungsbuch" gibt diverse Tipps zum Verstehen von Fremdwörtern im Japanischen.
Zwei weitere Kapitel beschäftigen sich mit der Kultur und dem Alltag Japans. Namen, Lebensgewohnheiten, Architektur und Ausbildung sind nur ein paar Begriffe, die in den beiden Kapiteln fallen.
Ein eigenes Kapitel für spezielle Anime & Manga Fachbegriffe findet man ebenfalls vor: eine Liste an Vokabeln wie Dôjinshi", Yaoi" oder Guzzu" wird auf mehreren Seiten erklärt. Wer sich einen Grundwortschatz aneignen will, der wird im nächsten Kapitel fündig: die wichtigsten Vokabeln samt Übersetzung gibt es auf kompakten 47 Seiten.
Das letzte Kapitel beinhaltet acht animetypische" Dialoge für alle, die testen wollen, was sie gelernt haben. Den Schluss des Lösungsbuches" machen die Lösungen der wenigen Übungs-/Kontrollfragen und ein Index.
Fazit: Im Gegensatz zu vielen anderen Lehrbüchern konzentriert sich Das große Anime Lösungsbuch" nicht auf das aktive, sondern das passive Lehren der japanischen Sprache: der Leser soll lernen, durch Zuhören japanisch zu verstehen. Das ist in meinen Augen eine durchaus realistischere Art und Weise per Fernkurs an eine Fremdsprache heranzugehen, da man das Verstehen durch bloßes Ansehen eines Anime weitaus besser trainieren kann als das Sprechen. Das Buch ist locker geschrieben und verständlich aufgebaut. Clauß bringt viele Beispiele, sodass das Verarbeiten des Gelernten erleichtert wird. Auch für Totalanfänger ist das Buch gut geeignet, da es bei null beginnt und der Grundwortschatz erst nach und nach aufgebaut wird. Ein langsames und geduldiges Durcharbeiten des Buches ist natürlich eine Voraussetzung, denn eilig darf man es nicht haben zu viele Infos auf einmal kann keiner aufnehmen. Das große Anime Lösungsbuch" ist für alle empfehlenswert, die Anime in ihrer Muttersprache zumindest ein bisschen verstehen wollen denn eine gewisse Basis kann man mithilfe des Buches durchaus erlangen.
Wir danken dem Books on Demand Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Reviewexemplares!
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Bildcopyright:
Die
im Zusammenhang mit der Rezension verwendeten
Bilder und Coverscans unterliegen dem Copyright
von Martin Clauß, Maho Watanabe-Clauß und Books on Demand GmbH.
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Autor:
Evelyn Waclawiczek
Datum: 02.08.2006 |
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