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 Visual Culture No.09
Am 6. September diesen Jahres war es nun wieder soweit. Der heiße Tipp unter den Visu-Freunden, die „Visual Culture No. 9", ging in Münster an den Start und das mit musikkräftiger Unterstützung der deutschen Nachwuchs-Visual Kei-Bands Othello und Kogure sowie heißer Musik auf der Party danach.

Othello und Kogure @ Konzert

Nach einer leichten Verspätung von einer halben Stunde fingen Othello (bestehend aus Ayoka, chain, eDge, iNeko und hiyu) um 20:30 an, die kleine Showbühne im Triptychon zu rocken. Unter zahlreichen eigenständig verfassten Songs in englischer als auch japanischer Sprache, fanden sich auch ein zwei Eigeninterpretationen von bereits bekannten Künstlern, wie Dir en Grey. Obwohl sich die Band erst vor kurzem zusammengefunden hatte, machten sie einen guten Eindruck auf der Bühne und wussten, wie sie ihre potentiellen Fans für sich gewinnen und einheizen konnten. Nach gut einer Stunde war ihr Auftritt auch schon vorbei und sie verließen zufrieden und ausgepowert die Bühne, ebenso zufrieden und schweißgebadet war ihr Publikum, das sie hinter sich ließen.

Nach einer kurzen Pause von 20 Minuten gab es dann die volle Dröhnung von Kogure (bestehend aus Ishi, hide, Kuma, Raya und Saku) auf die Ohren. Sie boten einen härteren Sound und mit ihren ganz speziellen Kostümen mehr auf die Augen. Zwar war kostümtechnisch keine genaue Linie auszumachen, aber den Zweck der vollen Aufmerksamkeit erfüllten sie umso mehr. Im Gegensatz zu Othello boten Kogure wesentlich mehr Coversongs von zahlreichen bekannten Künstlern, wie Alice Nine, D´espairs Ray, the Gazette oder auch Dir en Grey. Da es die Band schon seit längerer Zeit gibt, waren dementsprechend viele Fans vor Ort, um sie kräftig zu unterstützen. Doch eine Besonderheit war da, die auch die Fans der Band nicht kannten und zwar ihre neue bisher geheim gehaltene Sängerin Saku, die stimmlich einiges zu bieten hatte. Kogures Auftritt sowie die Energiereserven der Mitglieder neigten sich nach fast eineinhalb Stunden dem Ende zu und der eigentlichen Party stand, nach einer weiteren halben Stunde Abbauarbeiten, nun nichts mehr im Wege.

It´s Partytime!!

In der bereits wirklich gut etablierten Location fand man eine gemütliche, jedoch schlicht gestaltete Räumlichkeit vor, die eine kleine Bühne beinhaltete auf der mehrere Sitzgelegenheiten zum Plauschen einluden, eine große Bar, um die Kehlen der durstigen Partygäste zu löschen und genügend Platz zum ordentlichen Abfeiern. Als einzigen Kritikpunkt sollte man erwähnen, dass es bisher noch nicht möglich war, eine Garderobe zu organisieren und die Besucher gezwungen waren ihre Sachen die ganze Zeit über bei sich zu tragen. Erstmals wurde ein 2nd Floor angeboten, auf dem zur Abwechslung des standardgemäßen J-Rock und Visual Kei, ausschließlich J-Pop, Anime OSTs und Shibuya Kei gespielt wurde. Dieser Raum, der direkt und ohne Umwege von der Haupthalle zu erreichen war, war ähnlich schlicht gestaltet und wesentlich kleiner als der Mainfloor. Während des Konzertes konnte die Soundtechnik nicht überzeugen, jedoch änderte sich das mit dem Beginn der Party und so gab es nichts weiter daran zu bemängeln.

Als die Konzerte (Othello und Kogure) mit einer 30-minütigen Verspätung ihr Ende fanden, war es mittlerweile etwa 22:30 Uhr und die bereits aufgeheizte Masse sehnte sich dem Beginn der Party entgegen.
Doch der Beginn verzögerte sich auf Grund der Aufräumarbeiten des Bühnenequipments um weitere 30 Minuten und die Wartenden wurden immer unruhiger, obwohl die Mitarbeiter alles gaben, um den Übergang so kurz wie möglich zu gestalten. Endlich ertönte mit "Kyomu no naka de no yuugi" von Malice Mizer der erste Song des Abends und eine energiegeladene Nacht nahm ihren Lauf.

Die Auswahl der Songs war die komplette Party über sehr gemischt und bestand zum großen Teil aus sehr bekannten Acts wie X Japan, Dir en grey, the Gazette, hide und Miyavi, es wurden jedoch auch viele Indie Bands wie Sadie, heidi., Charlotte und -OZ- gespielt und so war für fast jeden Besucher was dabei. Den einzigen Vorwurf, den man dem DJ trotzallem machen könnte, ist, dass er es zwei bis drei Mal geschafft hatte den Tanzbereich komplett leer zu räumen und von manchen Bands teilweise „ungünstige" oder unbekanntere Lieder gespielt wurden.
Wie auf den acht Vorgängern der Visual Culture, konnten auch diesmal wieder Musikwünsche direkt beim DJ abgegeben werden, wodurch die Zusammenstellung der Tracks durchaus gut gelungen war und so sollen ihm auch seine kleinen Aussetzer verziehen werden, da die Stimmung die ganze Party über sehr gut war.

Falls man aber dann doch mal eine Auszeit brauchte, konnte man die sehr attraktiven Sitzmöglichkeiten wahrnehmen, es sich an der frischen Luft gemütlich machen, oder sich an der Bar das ein oder andere erfrischende Getränk gönnen. Die Preise waren durchaus fair und so konnte man für zwei Euro bereits eine Cola 0,3 l, für ca. 2.50 € ein Biermixgetränk und auch japanische Getränke erwerben.
Da alle Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Party vorhanden waren, war es fast schon zu erwarten, dass die Party erst um etwa 4:45 Uhr ihr Ende fand und selbst noch zu diesem Zeitpunkt etliche Partygäste anwesend waren.

Als nun auch die letzten die Location verließen, blieb der Eindruck einer wirklich gelungen Party noch auf dem Nachhauseweg hängen und so kann ich - und all die, die dasselbe empfunden haben - sich mit großer Vorfreude auf die nächste Visual Culture vorbereiten.
 
Bildcopyright:
Die im Zusammenhang mit diesem Artikel verwendeten Bilder unterliegen dem Copyright von .
Autor:  Rosanna Brückner, Kevin Klose
Datum: 24.09.2008

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